Umsatz
Gutscheine verkaufen: So bringt dein Restaurant sie unter die Leute
Redaktion tischlein · Aktualisiert am 14. Oktober 2026
Die Antwort in Kürze
Gutscheine verkaufst du am besten an zwei Stellen gleichzeitig: online auf deiner Website, damit Gäste rund um die Uhr kaufen können, und vor Ort an der Kasse oder Theke. Ein Wertgutschein (zum Beispiel 50 Euro) ist am flexibelsten, ein Menügutschein verkauft sich leichter als Geschenk. Der meiste Umsatz entsteht vor Weihnachten, zum Muttertag und zu Valentinstag, wenn du den Gutschein dann aktiv zeigst.
Warum sich Gutscheine für dich lohnen
Ein verkaufter Gutschein bringt dir Geld, bevor der Gast überhaupt bei dir war. Das hilft in der ruhigen Zeit nach dem Jahreswechsel, wenn die Reservierungen dünn sind und die Fixkosten laufen. Dazu kommt: Wer einen Gutschein einlöst, bringt oft eine Begleitung mit und bestellt mehr, als der Gutscheinwert deckt.
Gutscheine sind außerdem Werbung, die jemand anderes für dich verteilt. Der Schenkende empfiehlt dein Lokal, und der Beschenkte kommt als neuer Gast, den du sonst vielleicht nie gesehen hättest. Das gilt besonders für Cafés und Bars, die von Laufkundschaft und Empfehlungen leben.
Wertgutschein oder Menügutschein?
Die erste Entscheidung ist, was der Gutschein wert sein soll. Beide Varianten haben ihren Platz, und viele Betriebe bieten beide an.
| Wertgutschein | Menügutschein | |
|---|---|---|
| Beispiel | 25, 50 oder 100 Euro frei einlösbar | Drei-Gänge-Menü für zwei Personen |
| Vorteil | Flexibel, einfach zu verstehen, passt immer | Konkrete Geschenkidee, leicht zu verkaufen |
| Risiko | Wirkt weniger besonders | Preise und Karte ändern sich, das Menü muss noch zu haben sein |
| Gut für | Stammgäste, Firmengeschenke, Cafés und Bars | Jahrestage, Geburtstage, Restaurants mit Menükarte |
Wenn du nur eins anbietest, nimm den Wertgutschein mit festen Stufen. Formuliere den Menügutschein als Betrag („Menü für zwei, Wert 120 Euro"), dann bleibst du bei Preisänderungen flexibel.
Online und vor Ort verkaufen
Online verkaufst du am meisten. Viele Gutscheine werden abends am Sofa oder am Tag vor dem Geburtstag gekauft, wenn dein Lokal längst geschlossen hat. Ein Kaufbutton auf der Startseite und auf der Seite zur Speisekarte reicht, wenn der Kauf in zwei Minuten erledigt ist: Betrag wählen, bezahlen, Gutschein als PDF zum Ausdrucken oder Verschicken erhalten.
Vor Ort brauchst du ein paar vorbereitete Gutscheine an der Kasse, dazu einen Aufsteller oder eine Karte auf dem Tisch. Das Team sollte den Gutschein aktiv erwähnen, etwa bei der Rechnung: „Kennst du schon unsere Gutscheine? Gibt es auch zum Mitnehmen." Ob online oder vor Ort, jeder Gutschein braucht eine eindeutige Nummer, damit du ihn einmal einlösen kannst und nachvollziehst, was noch offen ist.
Anlässe, an denen Gutscheine gekauft werden
Plane deine Gutschein-Aktionen entlang des Kalenders. Die stärksten Zeiten sind überschaubar.
- Weihnachten: ab Mitte November sichtbar machen, bis kurz vor Heiligabend. Das ist mit Abstand die wichtigste Zeit.
- Muttertag und Vatertag: Gutschein für ein Frühstück oder Abendessen, etwa drei Wochen vorher bewerben.
- Valentinstag: Menügutschein für zwei, gern mit einem Glas Sekt.
- Geburtstage und Jubiläen: ganzjährig, deshalb den Kaufbutton dauerhaft auf der Website zeigen.
- Firmengeschenke: Gutscheine in größeren Stückzahlen an Unternehmen aus der Nachbarschaft, zum Beispiel als Dankeschön an Mitarbeitende oder Kunden.
So gestaltest du einen Gutschein, der verkauft
Ein Gutschein ist ein Geschenk, also muss er nach einem Geschenk aussehen. Ein Ausdruck mit Standardschrift und Excel-Optik wird eher peinlich überreicht als gern verschenkt.
- Nimm ein Foto, das nach deinem Lokal aussieht: den gedeckten Tisch, das Gericht, das jeder kennt.
- Schreib Wert, Name des Lokals, Adresse, Gutscheinnummer und das Ausstellungsdatum deutlich auf den Gutschein.
- Gib ein Feld für Widmung oder Namen frei, damit der Käufer ihn persönlich machen kann.
- Nenne die Einlösebedingungen in einem Satz: wo einlösbar, ob Reservierung nötig ist, ob Rückgeld gegeben wird.
- Prüfe, wie die Gültigkeit auf dem Gutschein stehen darf. Es gilt die gesetzliche Verjährungsfrist; im Zweifel frag deine Steuerberatung oder Rechtsberatung, bevor du eine kürzere Frist aufdruckst.
Fünf Wege, mehr Gutscheine zu verkaufen
Gutscheine verkaufen sich selten von allein. Mit wenig Aufwand lässt sich einiges herausholen.
- Aufsteller auf jedem Tisch und an der Kasse, mit QR-Code zum Online-Kauf.
- Link zum Kauf im Google-Unternehmensprofil, in der Instagram-Biografie und in der Signatur deiner E-Mails.
- Eine Aktion vor Weihnachten, zum Beispiel ein kleines Extra für Gäste, die einen Gutschein kaufen: ein Getränk oder Dessert beim nächsten Besuch.
- Stammgäste direkt ansprechen, per Newsletter oder am Tisch. Sie verschenken am ehesten an Freunde und Familie.
- Das Team schulen: Wer einmal pro Schicht einen Gutschein erwähnt, verkauft über das Jahr deutlich mehr als ohne.
Zähle, wie viele Gutscheine du pro Monat verkaufst und wie viele eingelöst werden. Nach einem Jahr siehst du, welche Beträge laufen und wann du am besten wirbst.
Einlösen und verbuchen: der Ablauf im Service
Ein Gutschein macht erst Freude, wenn das Einlösen reibungslos klappt. Leg mit deinem Team einen festen Ablauf fest, damit kein Gast am Tisch warten muss und kein Gutschein doppelt benutzt wird.
- Der Gast nennt den Gutschein bei der Bestellung oder spätestens bei der Rechnung.
- Das Team prüft Nummer und Restwert, entweder in der Liste an der Kasse oder im System.
- Der Betrag wird von der Rechnung abgezogen. Bleibt Guthaben, notierst du den Restwert auf dem Gutschein und in deiner Liste.
- Ist der Gutschein verbraucht, wird er entwertet und abgelegt oder als eingelöst markiert.
Sprich im Team ab, was passiert, wenn ein Gutschein fehlt oder beschädigt ist: Frag nach der Nummer und prüfe sie in deiner Liste, bevor du eine Ausnahme machst. Wie du Gutscheine in der Buchhaltung behandelst, besprichst du mit deiner Steuerberatung.
Typische Fehler beim Gutscheinverkauf
Die meisten Betriebe verschenken Umsatz, weil sie ein paar Kleinigkeiten übersehen.
- Der Kaufbutton versteckt sich im Menü oder fehlt auf dem Handy.
- Es gibt nur einen Betrag. Wer 30 Euro verschenken will, entscheidet sich dann gegen den Gutschein.
- Der Gutschein kommt nur per Post oder nur zum Abholen. Käufer brauchen oft sofort ein PDF zum Ausdrucken oder Weiterleiten.
- Das Team erwähnt Gutscheine nie, obwohl sie ein einfaches Geschenk sind.
- Es gibt keine Übersicht über offene Gutscheine, und niemand weiß, wie viel Guthaben noch im Umlauf ist.
Beginne mit einem Test: Stell den Kaufbutton prominent auf die Startseite, leg drei Beträge fest und besprich im nächsten Teammeeting, wer Gutscheine wann erwähnt. Schau nach vier Wochen, was sich verändert hat.
Gutscheine online und vor Ort mit einem System
Mit tischlein verkaufst du Gutscheine online über deine Website. Der Gast wählt den Betrag, bezahlt und bekommt den Gutschein sofort als PDF. Im Lokal löst dein Team ihn per Code ein, und du siehst jederzeit, welche Gutscheine verkauft, eingelöst und noch offen sind. Auch Tickets für Events laufen über denselben Weg.
Das Geld geht direkt an dein Konto, und es bleibt nichts als Excel-Liste zurück, die du pflegen musst.
Häufige Fragen
Wie verkaufe ich Gutscheine online?
Du brauchst eine Seite auf deiner Website, auf der Gäste einen Betrag wählen, bezahlen und den Gutschein als PDF erhalten. Wichtig sind Zahlung, eindeutige Gutscheinnummer und eine einfache Einlösung im Lokal. Einen Link dorthin setzt du in dein Google-Unternehmensprofil und auf Instagram.
Wie verkaufe ich Gutscheine vor Ort?
Halte gedruckte Gutscheine mit Nummer an der Kasse bereit, erwähne sie aktiv bei der Rechnung und trage jeden verkauften Gutschein mit Betrag und Datum ein. Ein QR-Code auf dem Tisch führt Gäste zusätzlich zum Online-Kauf.
Welche Gutscheine verkaufen sich im Restaurant am besten?
Wertgutscheine in festen Stufen wie 25, 50 und 100 Euro verkaufen sich am breitesten. Ein Menügutschein für zwei Personen funktioniert gut zu Jahrestagen, Geburtstagen und zum Valentinstag, weil er eine konkrete Geschenkidee ist.
Wie lange ist ein Gutschein gültig?
Hier gilt die gesetzliche Verjährungsfrist. Druck keine kürzere Frist auf, ohne sie vorher prüfen zu lassen. Im Zweifel frag deine Steuerberatung oder Rechtsberatung.
Wann verkaufen sich Gutscheine am meisten?
Der Großteil entsteht vor Weihnachten. Weitere starke Zeiten sind Muttertag, Valentinstag und die Wochen vor Geburtstagen. Zeig den Gutschein ab Mitte November prominent auf Website, Tischen und im Social-Media-Profil.
Kann ich Gutscheine auch an Firmen verkaufen?
Ja, und es lohnt sich: Firmen kaufen Gutscheine als Dankeschön für Mitarbeitende oder Kunden, oft in größeren Stückzahlen und rund um Weihnachten. Sprich Unternehmen aus der Nachbarschaft direkt an und biete einen festen Ansprechpartner und eine Sammelrechnung an.
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- Gutscheine & Tickets → Gutscheine online verkaufen und im Lokal einlösen.
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