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Gründung

Restaurant eröffnen: Die Checkliste von der Idee bis zum ersten Gast

Redaktion tischlein · Aktualisiert am 14. Oktober 2026

Die Antwort in Kürze

Wer ein Restaurant oder Café eröffnen will, braucht in dieser Reihenfolge: ein Konzept, einen passenden Standort, eine durchgerechnete Finanzierung, die Genehmigungen der zuständigen Stellen, Einrichtung, Personal, Speisekarte, Website und einen Plan für die Eröffnung. Rechne mit mehreren Monaten Vorlauf. Die Genehmigungen unterscheiden sich je nach Stadt und Betriebsart, deshalb klärst du sie früh bei den Behörden.

Die Checkliste im Überblick

Die Gründung besteht aus vielen kleinen Schritten, die sich gegenseitig bedingen. Ohne Standort keine Genehmigung, ohne Genehmigung keine Einrichtung. Die Tabelle zeigt die Reihenfolge und wie viel Vorlauf du ungefähr einplanst.

Schritt Vorlauf Ergebnis
1. Konzept 2 bis 4 Wochen Zielgruppe, Angebot, Preisniveau, Name
2. Standort 2 bis 6 Monate Mietvertrag oder Kaufvertrag
3. Finanzierung parallel Kostenplan, Eigenkapital, Kredit
4. Genehmigungen 2 bis 3 Monate Anmeldungen und Erlaubnisse
5. Einrichtung 1 bis 3 Monate Küche, Gastraum, Technik
6. Personal 1 bis 2 Monate Team und Dienstplan
7. Speisekarte 1 bis 2 Monate Karte, Preise, Lieferanten
8. Website und Auftritt 2 bis 4 Wochen Website, Google-Profil, Social Media
9. Eröffnung 2 bis 4 Wochen Probeessen, Eröffnungstermin

Konzept und Standort

Beginne mit einer klaren Antwort auf drei Fragen: Wer soll kommen, was bekommen die Gäste bei dir, und warum sollen sie wiederkommen? Ein Café mit Frühstück und Mittagstisch braucht andere Räume als ein Abendrestaurant oder eine Bar. Schreibe das Konzept auf einer Seite auf: Zielgruppe, Angebot, Preisniveau, Öffnungszeiten, Besonderheit.

Beim Standort zählen Laufkundschaft, Erreichbarkeit, Außenfläche, Nachbarn und Wettbewerb. Geh zu verschiedenen Tageszeiten hin und zähl Passanten. Prüfe, ob die Räume für Gastronomie genutzt werden dürfen, ob eine Abluft möglich ist und welche Auflagen Lärm und Nachbarn mit sich bringen.

Finanzierung grob durchrechnen

Eine genaue Rechnung gehört in den Businessplan, den du mit Steuerberatung oder Gründungsberatung erstellst. Für den Überschlag listest du diese Posten auf.

  • Einmalige Kosten: Umbau, Küche, Möbel, Technik, Kaution, Erstausstattung, Website, Eröffnung.
  • Laufende Kosten pro Monat: Miete, Personal, Wareneinsatz, Energie, Versicherungen, Software, Werbung.
  • Puffer für die ersten Monate, in denen der Umsatz noch nicht stabil ist.
  • Eigenkapital und mögliche Kredite, etwa über die Hausbank oder Förderprogramme.

Wichtig ist der Wareneinsatz: Als grober Richtwert wird er in der Gastronomie häufig mit rund 30 Prozent des Nettoumsatzes angesetzt, abhängig von Konzept und Preisen. Mit dem Kalkulationswerkzeug rechnest du ihn für deine Gerichte nach. Die Finanzierung und alle steuerlichen Fragen klärst du mit Steuerberatung und Bank.

Genehmigungen: wohin du dich wendest

Welche Erlaubnisse du brauchst, hängt von Bundesland, Stadt und Art des Betriebs ab. Wir nennen hier nur die Stellen, an die du dich wendest. Frage dort früh nach, denn einige Verfahren dauern Wochen.

  • Gewerbeamt der Stadt oder Gemeinde: Gewerbeanmeldung und Fragen zur Gaststättenerlaubnis.
  • Industrie- und Handelskammer (IHK): Beratung zur Gründung und zum Unterrichtungsverfahren für das Gastgewerbe.
  • Lebensmittelüberwachung beim Veterinär- oder Ordnungsamt: Anmeldung des Lebensmittelbetriebs und Hygienevorgaben.
  • Bauamt und Ordnungsamt: Nutzung der Räume, Brandschutz, Außenbereich und Öffnungszeiten.
  • Finanzamt und Berufsgenossenschaft: Anmeldung des Betriebs und der Beschäftigten.

Rechtliche Details wie Erlaubnis, Konzession oder Sperrzeit unterscheiden sich vor Ort. Verlass dich auf die Auskunft der Stelle und eine Beratung, nicht auf Hörensagen.

Einrichtung, Personal und Speisekarte

Rechne bei jedem dieser Schritte mit Verzögerungen. Handwerker sind ausgebucht, Geräte haben Lieferzeiten, Behörden brauchen Rückfragen. Ein Puffer von ein bis zwei Monaten im Zeitplan und im Budget schützt dich davor, mit leeren Taschen zu eröffnen.

Plane die Küche rückwärts vom Gericht: Was steht auf der Karte, und welche Geräte, Kühlung und Lagerfläche braucht das? Kaufe nur, was die Karte verlangt. Gebrauchte Geräte sparen Geld, aber lass sie vor dem Kauf prüfen.

Beim Personal beginnst du mit den Schlüsselstellen: Küchenleitung, Service, Aushilfen. Schreibe früh aus, denn gutes Personal ist knapp. Lege Arbeitszeiten, Einarbeitung und Dienstplan fest, bevor du eröffnest.

Die Speisekarte ist kurz besser als lang. Fünf bis acht Hauptgerichte reichen für den Start, die Qualität bleibt dann konstant, und der Einkauf bleibt überschaubar. Kalkuliere jedes Gericht und kennzeichne Allergene und Zusatzstoffe korrekt, das ist Pflicht.

Website, Auftritt und Eröffnung

Gäste suchen dich, bevor du die Tür öffnest. Starte vier Wochen vor Eröffnung mit einer einfachen Website, einem Google-Unternehmensprofil und einem Instagram-Konto. Zeig Baufortschritt, Team und Karte. So entsteht Vorfreude, und du hast am ersten Tag schon Reservierungen.

  1. Website mit Adresse, Öffnungszeiten, Speisekarte und Reservierung online stellen.
  2. Google-Unternehmensprofil anlegen und bestätigen.
  3. Ein Probeessen mit Freunden, Familie und Nachbarn veranstalten, um Abläufe zu testen.
  4. Eröffnungstermin festlegen und über alle Kanäle ankündigen.
  5. In den ersten Wochen Bewertungen einsammeln und beantworten.
  6. Nach vier Wochen Zahlen prüfen: Gäste pro Tag, Wareneinsatz, Personalstunden.

Typische Fehler vor der Eröffnung

Viele Gründungen scheitern nicht an der Idee, sondern an Planung und Liquidität. Diese Fehler lassen sich vermeiden.

  • Zu knappe Kalkulation: Umbau und Genehmigungen dauern fast immer länger und kosten mehr als geplant.
  • Genehmigungen zu spät klären und den Mietvertrag unterschreiben, bevor feststeht, ob die Nutzung erlaubt ist.
  • Eine zu große Karte, die Einkauf, Küche und Lagerhaltung überfordert.
  • Zu wenig Personal oder zu spät eingestellt, sodass die Eröffnung im Chaos startet.
  • Keine Marketingplanung: Die Tür geht auf, aber niemand weiß davon.

Die ersten 90 Tage nach der Eröffnung

Die Eröffnung ist kein Ziel, sondern der Anfang des Lernens. In den ersten drei Monaten entscheidet sich, ob dein Konzept trägt. Wähle feste Zeitpunkte, an denen du Zahlen prüfst und nachjustierst.

  1. Woche 1 bis 2: Abläufe in Küche und Service beobachten, Engpässe notieren und die Karte straffen.
  2. Woche 3 bis 4: Wareneinsatz, Personalkosten und Umsatz je Wochentag zum ersten Mal auswerten.
  3. Monat 2: Öffnungszeiten anpassen, wenn bestimmte Zeiten leer bleiben, und Tagesgerichte oder Aktionen testen.
  4. Monat 3: Bewertungen auswerten, Stammgäste ansprechen und die nächsten drei Monate planen.

Ein Café mit gutem Kaffee und schnellem Service braucht oft früher Laufkundschaft, ein Abendrestaurant dagegen Reservierungen und Empfehlungen. Richte deine Auswertung an deinem Konzept aus.

Von der ersten Karte bis zur Reservierung

Wenn du neu startest, brauchst du vieles gleichzeitig. tischlein bündelt Website, digitale Speisekarte mit Allergenen, Reservierung und Dienstplan an einem Ort. Du sagst dem Chat, was du brauchst, etwa „Leg meine Öffnungszeiten an und erstelle eine Website mit Speisekarte", und prüfst die Vorschau.

So steht deine Website, wenn du die Schlüssel bekommst, und Gäste können vom ersten Tag an direkt bei dir reservieren.

Häufige Fragen

Wie eröffne ich ein Restaurant?

Entwickle ein Konzept, such den Standort, rechne die Finanzierung durch und frag früh beim Gewerbeamt, der IHK und der Lebensmittelüberwachung, welche Anmeldungen und Erlaubnisse du brauchst. Danach folgen Einrichtung, Personal, Speisekarte, Website und die Eröffnung.

Wie viel kostet es, ein Restaurant zu eröffnen?

Das hängt stark von Größe, Lage und Zustand der Räume ab. Eine feste Zahl wäre irreführend. Liste Umbau, Küche, Möbel, Technik, Kaution und einen Puffer für die ersten Monate auf, hol Angebote ein und besprich die Rechnung mit einer Gründungsberatung.

Wie eröffne ich ein Café?

Der Ablauf ist derselbe wie beim Restaurant: Konzept, Standort, Finanzierung, Anmeldungen, Einrichtung. Ein Café braucht oft weniger Küche, dafür gute Kaffeetechnik und viel Laufkundschaft. Frag bei der Stadt nach, ob für dein Angebot besondere Anforderungen gelten.

Kann ich ein Restaurant ohne Erfahrung eröffnen?

Formal hängt das von Betriebsart und Stadt ab, frag dazu beim Gewerbeamt und bei der IHK. Praktisch hilft Erfahrung enorm: Arbeite vorher in einem Betrieb mit oder hol dir eine erfahrene Küchenleitung ins Team.

Welche Genehmigungen brauche ich?

Das unterscheidet sich je nach Stadt und Betrieb. Üblich sind Gewerbeanmeldung, Anmeldung bei der Lebensmittelüberwachung, Klärung der Nutzung der Räume und gegebenenfalls eine Erlaubnis für den Ausschank. Gewerbeamt, IHK und Lebensmittelüberwachung sagen dir verbindlich, was für dich gilt.

Wie lange dauert es, ein Restaurant zu eröffnen?

Plane von der Idee bis zur Eröffnung mehrere Monate ein, oft sechs bis zwölf. Standortsuche, Genehmigungen und Umbau bestimmen die Dauer, nicht die Karte oder die Website.

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